„Da war Wien und da das restliche Österreich“?
Zum Geschlecht des Politischen in den 1920er Jahren im Spannungsfeld von Zentrum und Peripherie/Metropole und Provinz
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„Da war Wien und da das restliche Österreich“?
Zum Geschlecht des Politischen in den 1920er Jahren im Spannungsfeld von Zentrum und Peripherie/Metropole und Provinz
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Der Beitrag untersucht die Akzeptanz der Repräsentation und Partizipation von Frauen in der institutionalisierten Politik nach Einführung des allgemeinen gleichen aktiven und passiven Wahlrechts in Österreich 1918. Zentral wird dabei die Kategorie Geschlecht mit der Kategorie der Region kombiniert, um der These nachzugehen, ob im sozialen und politischen Raum Metropole bzw. Urbanität die Handlungsspielräume von Frauen größer waren als in der Provinz bzw. Peripherie. Die Untersuchungsräume sind die Landtage der in Nachfolge der Kronländer gegründeten Bundesländer und die Gemeinderäte der Landeshauptstädte, kategorisiert als Städte „zweiter Ordnung“. Die Positionierung der wichtigsten politischen Parteien der Ersten Republik zur politischen Gleichberechtigung von Frauen – Sozialdemokratische Arbeiterpartei, Christlichsoziale Partei und Großdeutsche Volkspartei – changierten zwischen Gleichheits- und Differenzansatz, wobei ersterer mehr Garantie versprach, dass Frauen in Landtage und Gemeinderäte delegiert wurden und die weibliche Mehrheit des Elektorats repräsentierten. Das Spannungsverhältnis von Metropole und Provinz erwies sich dabei als fluide, denn es gab Bundesländer, wie z . B . die Steiermark, wo christlichsoziale Mandatarinnen die sozialdemokratischen quantitativ übertrafen. Fokussiert man allerdings auf die Trennung der Metropole Wien und ihres ländlichen Umfelds Niederösterreich in zwei Bundesländer 1920, wird die These bestätigt, dass die urbane Sozialdemokratie Wiens, die mit absoluter Mehrheit regierte, quantitativ am meisten weibliche Mandatarinnen auf sicheren Plätzen kandidierte. Sie übertraf die Bundesländer mit christlichsozialer absoluter Mehrheit somit bei Weitem, wozu auch Niederösterreich zählte, ebenso wie Oberösterreich oder Vorarlberg, die keine einzige christlichsoziale Landtagsabgeordnete hatten.
Keywords (deu)
WienNiederösterreichErste RepublikStadt-Land-BeziehungenRegionFrauenrechtSozialdemokratische ArbeiterparteiChristlichsoziale ParteiGroßdeutsche Volkspartei
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 507021 -- Urban history
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601022 -- Contemporary history
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 504014 -- Gender studies
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601020 -- Regional history
Subject
Subject
Subject
Subject
Type (eng)
Language
[deu]
Persistent identifier
Is in series
Title (deu)
Studien und Forschungen aus dem NÖ Institut für Landeskunde
Volume
77
Issued
2022
ISBN
978-3-903127-37-1
From page
69
To page
86
Publication
NÖ Institut für Landeskunde , St. Pölten , 2022
License
- Cite as
Persistent identifier
https://direno.noe.gv.at/o:4774 - Other links and identifiers
DOI
https://doi.org/10.52035/noil.2022.stuf77.06Other identifier
978-3-903127-37-1 - Content
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- DetailsUploaderResource typeText (PDF)Formatapplication/pdfCreated05.05.2026 10:26:59 UTC
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