Die ältesten Schriftzeugnisse in der Stiftsbibliothek Göttweig: Cod. 82

Tironische Noten und Itala-Fragmente

Title (deu)
Die ältesten Schriftzeugnisse in der Stiftsbibliothek Göttweig: Cod. 82
Tironische Noten und Itala-Fragmente
Description (deu)
Tironische Noten, auch bekannt unter dem Titel Index Tironianum, Lexicon Tironianum oder Alphabetum Senecae, sind ein in der Antike entwickelte eigenes Zeichensystem im Sinne eines Alphabets, das es einem Schreiber ermöglichte, in einer Art Kurzschrift Texte zu notieren. Dieses Notationssystem wurde bis in das 8. Jahrhundert genutzt, im Zuge der karolingischen Schrift- und Verwaltungsreformen kam es zunehmend außer Gebrauch. Das in Göttweig im Codex 82 vorhandene Exemplar stammt aus dem 9. Jahrhundert und wurde 1737 von Gottfried Bessel für die Stiftsbibliothek angekauft. Der Buchblock ist eingebunden in einen nach Freising zu lokalisierenden ottonischen Stempeleinband des 10. Jahrhunderts, mit dem auch zwei Fragmente von Paulinischen Briefen, die sogenannten Itala-Fragmente aus dem 6. und 7. Jahrhundert in Verbindung stehen. Diese Fragmente gehören zu einem Konvolut weiterer Fragmente, die alle aus Freisinger Einbänden des 10. Jahrhunderts stammen und heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt werden. In welcher Form die Itala-Fragmente im Göttweiger Codex verankert waren bleibt rätselhaft, da sich dort heute jüngere Fragmente aus dem 14. Jahrhundert befinden.
Keywords (deu)
BibliothekSchreibenStift GöttweigÖsterreichHandschriftenbeschreibungTironische NotenFragmente
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601017 -- Palaeography
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601011 -- Codicology
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601016 -- Austrian history
Type (eng)
Language
[deu]
Persistent identifier
Is in series
Title (deu)
Studien und Forschungen aus dem NÖ Institut für Landeskunde
Volume
74
Issued
2021
ISBN
978-3-903127-34-0
From page
119
To page
133
Publication
NÖ Institut für Landeskunde , St. Pölten , 2021
Temporal coverage
1100-1945
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