Vom Wanderungs- zum Agglomerationsnetzwerk

Title (deu)
Vom Wanderungs- zum Agglomerationsnetzwerk
Description (deu)
Die demographischen Austauschbeziehungen zwischen Niederösterreich und Wien waren bis in das 19. Jahrhundert in mehrfacher Hinsicht durch Ungleichheit geprägt. Zum einen stand der Zuwanderung in die Hauptstadt kaum Abwanderung aus ebendieser gegenüber. Zum anderen lebte der ganz überwiegende Teil der Gesamtbevölkerung des Erzherzogtums unter der Enns bis in das Zeitalter der Frühindustrialisierung „auf dem Land“. Erst mit der Metropolenbildung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand ein Wanderungsnetzwerk in beide Richtungen, wenn auch der Zug nach Wien weiterhin überwog. In diese Phase sind auch die Anfänge der Suburbanisierung zu legen, die ihre volle Entfaltung – angetrieben von der werdenden Wohlstandsgesellschaft und der Massenmotorisierung – freilich erst ab den späten 1960er Jahren erlebten. Zum Agglomerationsnetzwerk entwickelte sich das System des Austausches zwischen Stadt und „Land um Stadt“ durch Verdichtung und räumliche Ausweitung des Pendelverkehrs und sprunghafter Zunahme der Multilokalität. Mit diesem Prozess ging eine über den unmittelbaren Austausch von Menschen hinausgehende Annäherung der Lebensbedingungen im Agglomerationsraum einher, wie sie etwa im generativen Verhalten und in Wohlstandsindizes zum Ausdruck kommt.
Keywords (deu)
WienNiederösterreichStadt-Land-BeziehungenRegionHauptstadtSuburbanisierungMobilitätdemographische DynamikAgglomerationsnetzwerke
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 507021 -- Urban history
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601022 -- Contemporary history
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 507030 -- Mobility research
Subject (eng)
ÖFOS 2012 -- 601020 -- Regional history
Type (eng)
Language
[deu]
Persistent identifier
Is in series
Title (deu)
Studien und Forschungen aus dem NÖ Institut für Landeskunde
Volume
77
Issued
2022
ISBN
978-3-903127-37-1
From page
95
To page
118
Publication
NÖ Institut für Landeskunde , St. Pölten , 2022
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